Eistütenkekse (Ice-cream Cone Cookies)

Hallo ihr Lieben!

Kennt ihr das? Man hat eine zündende Idee, ist davon so begeistert, dass man sie sofort umsetzen möchte, fährt nachhause und stürzt sich mitten hinein, ohne sich genauer zu überlegen, ob und wie das eigentlich alles funktionieren könnte?

Nein? Mir passiert das irgendwie ständig… 😉

Diesmal ging es um folgendes:

Im letzten Jahr hat mein Cousin geheiratet. Auf der Hochzeit gab es ein Spiel, bei dem 12 der Mitspieler verschiedene Arten von Treffen mit dem Brautpaar „gewinnen“ konnten, die für einen bestimmten Monat in einen Kalender eingetragen wurden. Bei mir war es „Eisessen im Juli“. So, nun hatten wir Ende Juli und irgendwie zeichnete es sich ab, dass sich das terminlich wohl nicht mehr machen ließ. Ich hatte die Idee, den beiden stattdessen ein „Post aus meiner Küche“-artiges Paket zukommen zu lassen. Soweit, so gut. Doch als ich meiner Mama von meiner Idee berichtete, schaffte sie es, mir einzureden, dass der Inhalt UNBEDINGT etwas mit Eis zu tun haben muss…

Beim Stöbern auf Pinterest habe ich schließlich etwas Tolles entdeckt: Sugar Cookies, die täuschend echt nach Eiskugeln aussehen und mit flüssiger Schokolade auf eine mit Smarties gefüllte Eistüte geklebt werden. Die Idee fand ich so super, dass ich gleich in der Mittagspause die benötigten Zutaten eingekauft habe und mich nach dem Arbeiten sofort Hals über Kopf in die Zubereitung stürzte.

Das Ergebnis, meine Lieben, war katastrophal…

Das erste war schon mal, dass ich folgendes Rezept ausgedruckt hatte, aber irgendwie überlesen hatte, dass die Cookies komplett gefroren sei müssen, bevor man sie in den Ofen schiebt, damit sie die gewünschte Form behalten… Eine Stunde Gefrierschrank war wohl nicht genug, denn obwohl sie nach dem Backen mit viel Phantasie noch Ähnlichkeit mit Eiskugeln hatten,  haben sie sich sehr in die Breite ausgedehnt und waren dadurch viel größer und flacher, als ich es mir gewünscht hatte.

Das nächste war, dass der im rohen Zustand hübsch erdbeereispinke Teig beim Backen an den Rändern braun wurde. Auch nicht besonders schön…

Was aber dann so richtig in die Hose ging, war das Zusammenkleben. Keine Ahnung mit was für einer Superkleber-Schokolade die in dem Link zubereiteten Kekse befestigt wurden, aber bei mir hat das überhaupt nicht geklappt. Vielleicht, weil es in meiner Küche an dem Tag ca. 35 Grad hatte. Oder auch, weil ich es einfach nicht geschafft habe, die unten spitz zulaufenden Tüten in aufrechter Position zum Trocknen aufzustellen. (Ganz zu schweigen davon, dass ich mir vielleicht vorher überlegen hätte sollen, dass die in filigraner Kleinstarbeit angepappten Kekse den Transport im Postpaket wohl nicht überleben würden…)

2013-07-31 13.45.48(Photo category: Outtakes…)

Ich habe also resigniert und beschlossen, dass diesen Haufen Müll wohl wirklich niemand geschickt bekommen möchte.

So, was nun? Gottseidank erinnerte ich mich daran, bei Ein Keks für Unterwegs mal eine Anleitung für Eistütenkekse gesehen zu haben, für die man keine Ausstecher braucht. Yay! (Warum mir das nicht VOR dem Eiskugelkeksfiasko einfallen konnte, weiß ich auch nicht so genau…)

Also hab ich schnell eine Eistütenvorlage aus dem Internet ausgedruckt und ausgeschnitten (ich hab die da genommen)  und den Teig für die Peggy Porschen Zuckerkekse (ein bisschen abgewandelt) zusammengerührt:

Zutaten:

200g weiche Butter
1 Ei
200g Zucker
350 g Mehl
50 g Kakaopulver
1TL Vanillepulver (oder 1 Pkg Vanillezucker)

Zubereitung:

Butter, Zucker und Vanillepulver zu einer cremigen Masse verquirlen.

Ei unterrühren.

Mehl hinzugeben und rühren, bis ein homogener Teig entsteht.

Nochmals gut mit den Händen durchkneten, in Frischhaltefolie wickeln und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. (Ich hatte keine 2 Stunden Zeit und habe das daher in 45 Minuten Gefrierschrank abgewandelt…)

Backofen auf 180° C vorheizen.

Teig auf bemehltem Untergrund ausrollen. (Seid nicht so blöd wie ich und verwendet Puderzucker statt Mehl – die Kekse bekommen davon beim Backen eine hässliche weiße Kruste.)

Die ausgedruckte Vorlage auf den ausgerollten Teig legen und mit einem möglichst scharfen Messer die Konturen nachfahren. (Wenn ihr wollt, könnt ihr mit dem Messer auch vorsichtig ein Waffelmuster aufzeichnen.)

Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 10 Minuten backen.

Wenn die Kekse abgekühlt sind, können sie nach Belieben dekoriert werden. (Ich hab weiße Schokolade, bunte Streusel und Smarties verwendet.)

Das Ergebnis:

 Ice Cream Cone Cookies

(Das Foto ist gruselig, tut mir leid. Es ging aber leider nicht anders – die Dinger waren gegen 23 Uhr fertig und mussten sofort verpackt werden, da das Paket am nächsten Morgen mit zur Post musste. Für schöne Fotos hüpft am besten rüber zu Persis)

 

Recipe in English

Ice-cream Cone Cookies (without a cookie cutter)
(Recipe, slightly changed from here)

Ingredients:

200g (a little less than 1 cup) softened butter
1 egg
200g (a little less than 1 cup) sugar
350 g (a little less than 3 cups) flour
50 g (a little less than half a cup) cocoa powder
1 teaspoon vanilla extract

Method:

Cream the butter and sugar.

Whisk in the egg and vanilla.

Stir in the flour and then knead into a homogeneous ball of dough with your hands.

Wrap the dough with saran wrap and put it into the refrigerator for 2 hours. (I put it into the freezer for 45 minutes, which also did the trick.)

Preheat oven to 180°C (350°F).

Roll out the dough on a floured surface. (Do not use confectioner’s sugar instead; it will give the cookies a whitish crust after baking.)

Print out a picture of an ice-cream cone (like a picture in a coloring book, I used this one), put it onto the rolled out dough and cut the outline with a sharp knife. (If you want to, you can also cut an “ice-cream cone pattern” into your cookie.)

Put the cookies onto a baking sheet lined with parchment paper and bake them for about 10 minutes.

When they have cooled completely, you can decorate them. (I used white chocolate, sprinkles and Smarties.)

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