Mohnstriezel mit Powidl

Hallo ihr Lieben!

Ich habe derzeit Backverbot. Zwar nicht komplettes Backverbot, aber zumindest dann, wenn es nicht mehr Abnehmer als den Freund und mich gibt. Diesen Entschluss habe ich getroffen, nachdem ich letzte Woche auf die Waage gestiegen bin und die einen neuen Höchststand anzeigte. Blöd ist nur, dass ich extrem schlecht bin beim Einhalten solcher Vorsätze…

Letztes Wochenende wollte ich ja EIGENTLICH nur Burgerbrötchen backen. Als ich mir ein Brötchen-Rezept von meinem Pinterest-Board “Bread, Rolls & Buns” holen wollte, stieß ich dort allerdings auf ein unabsichtlich falsch einsortiertes Rezept für Mohnstriezel mit Pflaumenmus vom wunderbaren Blog Holunderweg 18, an das ich mich überhaupt nicht mehr erinnern konnte. (Das ist der Fluch der Pinterest-Vielpinner und Vielen-Foodblogs-Folger – irgendwann verliert man den Überblick über all die tollen Rezepte, die man irgendwo gesehen hat…)

Ich liebe Striezel, ich liebe Mohn und ich LIEBE Pflaumenmus (das bei uns in Österreich übrigens “Powidl” heißt, daher auch der Titel). Es war also einfach nicht möglich, den Striezel nicht zu backen. Und obwohl ich schon ein ganz klein wenig schlechtes Gewissen habe, dass ich so willensschwach bin, muss ich sagen: Je ne regrette rien! Denn der Striezel war einfach so so SOOOOO lecker!!! (Wer das meiste davon weggespachtelt hat, brauche ich euch wohl nicht extra zu sagen… 😉 )

Jedem Hefeteig-, Mohn- oder Pflaumenmus-Fan kann ich nur dringend anraten, das Rezept sofort nachzumachen. Auch für Veganer ist der Striezel übrigens bestens geeignet, da er kein Ei enthält und auch mit Margarine und Pflanzenmilch gemacht werden kann.

Mohnstriezel mit Powidl

Mohnstriezel mit Powidl (Pflaumenmus)
(Rezept abgewandelt von hier)

Zutaten

250 g Dinkelmehl (Weizenmehl geht aber auch)
100 ml lauwarme Milch (auch Pflanzenmilch möglich)
80 g geschmolzene Butter (oder Margarine)
40 g Zucker
1/2 Pkg. Trockengerm (Hefe)
1 TL gemahlene Vanille (Vanillezucker oder Vanillemark auch möglich)
etwas Milch zum Einpinseln

für die Füllung
250 g Powidl (Pflaumenmus)
150 g Mohn (nicht Mohnback oder fertige Mohnfülle!)
110 ml Milch
60 g Zucker
1 TL gemahlene Vanille (Vanillezucker oder Vanillemark auch möglich)
2-3 TL Zimt

Zubereitung

Mehl, Milch, Butter und Zucker zu einem geschmeidigen Hefeteig zusammenkneten. (Wenn der Teig zu klebrig ist, ruhig noch mehr Mehl hinzufügen.)

Für ca. 1 Stunde an einem warmen, nicht zugigen Ort gehen lassen. (Ich stelle Hefeteig immer bei 50°C in den Backofen.)

Die Milch aufkochen, den Mohn dazugeben und kurz mitkochen. Dann für ca. 10 Minuten quellen lassen.

Dann Powidl (Pflaumenmus), Zucker, Vanille und Zimt unter die Mohnmischung rühren.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Oberfläche noch einmal durchkneten, dann in zwei Teile teilen.

Die erste Hälfte ausrollen – im Originalrezept steht 25×40 cm. Passt aber auf, dass ihr den Teig nicht zu dünn ausrollt, sonst reißt er später an allen Ecken und Enden. (Ich spreche aus Erfahrung.)

Die Hälfte der Mohnmischung auf dem ausgerollten Teig verstreichen und am Rand 1-2 cm frei lassen.

Den Teig dann an den Rändern einschlagen (im Originalrezept wird das nur an den kurzen Seiten gemacht, ich hab es auch an den langen gemacht).

Nun wie einen Strudel einrollen und gleich auf das Backblech transferieren.

Dasselbe mit dem zweiten Teigstück und dem Rest der Füllung machen.

Nun die beiden Teigrollen miteinander verschlingen. (Einfach abwechselnd übereinander legen, so wie bei einem Zopf nur eben mit 2 Strängen.)

Die Enden zusammendrücken oder einschlagen.

Den Striezel nun noch mit etwas Milch einpinseln und dann für 20-30 Minuten backen. (Er soll goldbraun sein, aber nicht zu dunkel. Wenn die Füllung ein wenig ausläuft, dann ist das nicht so tragisch.)

Abkühlen lassen (wenn ihr das schafft 😉 ) und wenn gewünscht außen mit etwas Puderzucker bestäuben. (Das muss aber nicht sein.)

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