Dulce de Leche

(For the English version of the recipe, scroll all the way down.)

Hallo ihr Lieben!

Der nächste Post sollte ja eigentlich erst am Freitag kommen, aber ich bin so begeistert von dem, was ich am Wochenende gemacht habe, dass ich euch heute schon davon berichten muss!

Kennt ihr Dulce de Leche? Das ist eine süße Milchkaramell-Creme, die üblicherweise aus gezuckerter Kondensmilch hergestellt wird und entweder als Brotaufstrich gegessen oder zu verschiedensten Bäckereien und Süßspeisen verarbeitet werden kann.

Dulce de Leche Brot

Schon lange wollte ich mal etwas mit Dulce de Leche machen, weil das auf Bildern immer einfach köstlich aussieht, doch bisher gab es für mich ein Hindernis: Um Dulce de Leche herzustellen, muss man eine Dose gezuckerte Kondensmilch für 2-3 Stunden in einen Topf mit kochendem Wasser stellen. Klingt ja eigentlich denkbar einfach, der Haken ist jedoch, dass es in Österreich Kondensmilch nicht in Dosen gibt, sondern nur in Tuben. (Zumindest in jedem Supermarkt, in dem ich bisher war.) Bis vor kurzem dachte ich also, der Dulce de Leche-Genuss sei mir verwehrt. (Aufmerksame Blogleser haben vielleicht bemerkt, dass es auf dem Blog schon ein oder zwei Mal etwas gab, wo Dulce de Leche hineingehört. Bisher habe ich mir immer mit der Karamellcreme von Bonne Maman beholfen. Die wird nämlich auch mit Kondensmilch hergestellt und ist daher ein ganz guter Ersatz. Wenn man sich die Zutaten so ansieht, bemerkt man aber, dass es doch nicht so ganz dasselbe ist.)

Vor ein paar Wochen hab ich dann bei David Lebovitz einen Dulce de Leche Cheesecake entdeckt und damit auch sein Rezept für Dulce de Leche, das zu meiner Überraschung nicht in der Dose, sondern in einer Auflaufform im Backofen gemacht wird. Auf das hin machte ich mich auf die Suche, ob es denn nicht noch andere Wege gibt, das leckere süße Zeug herzustellen und bin dann auf zwei tolle Blog-Posts gestoßen. Einerseits beim Blog Kleiner Kuriositätenladen (allgemein ein sehr netter und schöner Blog, kann ich nur weiterempfehlen!), wo drei verschiedene Wege zum Dulce de Leche-Glück mit Kondensmilch gezeigt werden und andererseits bei From Snuggs Kitchen, wo Dulce de Leche sogar mit “normaler” Milch gemacht wird. (Die, laut diesem Blog-Post auch durch laktosefreie Milch oder Sojamilch ersetzt werden kann.)

Ich habe zwei Versionen ausprobiert: 1x gezuckerte Kondensmilch aus der Tube in einem Marmeladenglas (quasi als Ersatz für die fehlende Dose) und 1x Milch & Zucker in einem Kochtopf. Beides hat super geklappt und daher zeige ich euch diese beiden Methoden heute gleich:

Methode 1:

Dulce de Leche im Twist-off-Glas
(Rezept von hier)

Dulce de Leche

Zutaten für ca. 340 g:

340 g gezuckerte Kondensmilch (aus Dose oder Tube)

Zubereitung:

Die Kondensmilch in ein Schraubglas füllen. Es muss zum Rand mindestens 1-2 cm Platz freigelassen werden.

Das Glas in einen Topf stellen und so viel Wasser eingießen, dass etwa drei Viertel des Glases im Wasser stehen. (Zwischenzeitlich immer wieder Wasser nachgießen, weil das ja verdunstet.)

Das Wasser aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze für 2-3 Stunden köcheln lassen bis die Kondensmilch eine karamellige Farbe angenommen hat. (Bei mir hat es ca. 2,5 Stunden gedauert.)

Dann das Glas aus dem Wasser nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Wenn das Glas nicht geöffnet wird, ist das Dulce de Leche nun theoretisch so lange haltbar wie eingekochte Marmelade. (Wenn es geöffnet wird, sollte man es – denke ich – im Kühlschrank aufbewahren.)

Methode 2:

Dulce de Leche mit Milch im Kochtopf
(Rezept von hier)

Dulce de Leche Vollmilch

Zutaten für ca. 175 g:

1 Liter Vollmilch
(hier habe ich gesehen, dass es auch mit laktosefreier Milch oder Sojamilch klappt)
250 g Zucker
3 EL flüssiger Vanille-Extrakt
(man kann bestimmt auch Vanillemark verwenden, aber dann hat das Dulce de Leche wahrscheinlich schwarze Pünktchen)

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Kochtopf vermischen und aufkochen lassen.

Dann bei niedriger Temperatur unter ständigem Rühren für ca. 1,5 – 2 Stunden köcheln lassen, bis die Karamellcreme die gewünschte Farbe und Konsistenz angenommen hat.

Dann in ein Glas umfüllen und abkühlen lassen.

Achtung: Macht nicht den Fehler das Dulce de Leche noch ewig weiterköcheln zu lassen, wenn es schon karamellbraun ist. Dann wird es nämlich zu fest und bekommt beim Abkühlen die Konsistenz von Toffee-Bonbons. (Falls euch das aus Versehen doch passiert sein sollte: Wenn man es erwärmt, dann wird es wieder flüssig und kann weiterverarbeitet oder auf’s Brot geschmiert werden.)

Über die Haltbarkeit kann ich nichts Definitives sagen, aber ich persönlich würde es im Kühlschrank aufbewahren.

So, nun ein kurzes Fazit zu den beiden Methoden:

Beide haben wunderbar geklappt, aber wenn ihr die Möglichkeit habt, gezuckerte Kondensmilch zu verwenden, dann würde ich euch die erste Methode empfehlen, 1. weil sich das Dulce de Leche mit der Methode quasi von selbst macht (während man bei der anderen Methode stundenlang rührend am Herd stehen muss), 2. weil es dann gleich direkt im Glas ist und nicht umgefüllt werden muss, 3. weil man mengenmäßig genauer einschätzen kann, wieviel man letztendlich herausbekommt und 4. weil es einfacher ist, die richtige Konsistenz zu erreichen und es nicht so leicht passieren kann, dass es zu fest wird. Der einzige eklatante Vorteil, den ich bei der zweiten Methode sehe, ist, dass auch laktoseintolerante Menschen oder Veganer in den Genuss von Dulce de Leche kommen können, was ja mit der Kondensmilch-Variante nicht der Fall ist.


Recipes in English

Two ways of making Dulce de Leche:

Method 1:

Dulce de Leche with sweetened condensed milk cooked in a jar
(Recipe from here)

Ingredients for 12 oz. (340 g):

12 oz. (340 g) sweetened condensed milk

Method:

Pour the sweetened condensed milk into a screw-top jar. (Don’t fill the jar all the way, there must be at least one inch between the milk and the cap.)

Put the jar into a pot or saucepan and add as much water as needed to cover about three quarters of the jar.

Bring the water to a boil and then let it simmer at medium heat for 2-3 hours until the condensed milk is the color of toffee. (Keep adding water as it evaporates while cooking.)

Then take the jar out of the water and let it cool down.

If you don’t open the jar, the Dulce the Leche can be stored as long as jam. (After opening the jar, store it in the refrigerator.)

Method 2:

Dulce de Leche with milk cooked in a saucepan
(Recipe from here)

Ingredients for 6 oz. (175 g):

34 fl.oz. (1 liter) whole milk (you can also use dairy free milk, e.g. soy milk)
1 1/8 cup (250 g) sugar
3 tablespoons vanilla extract

Method:

Combine all ingredients in a saucepan and let the mixture simmer at low heat for about 1,5 – 2 hours until it is viscous and toffee colored. (Stir the mixture constantly.)

Then pour it into a jar and let it cool down.

Look out: Pay close attention to the texture. If you let your Dulce de Leche simmer for too long, it firms up after cooling and is more like toffee or fudge. (If this happens, it can be softened by heating it up.)

Store in the refrigerator.

Note: I tried both methods and liked the first one better. Firstly, the Dulce de Leche doesn’t have to be stirred constantly and therefore practically makes itself; secondly, there is no need to pour it from one container to another, as it is already in the jar; thirdly, it is easier to estimate how much Dulce de Leche you will have at the end and fourthly, the risk of it hardening and becoming toffee is a lot smaller. However, the second method has one big advantage: As you can also use dairy free milk, you can also make it if you are lactose-intolerant or vegan.

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2 thoughts on “Dulce de Leche

  1. Man bekommt süße Kondensmilch in Dosen in diversen ausländischen Supermärkten in Graz (z.B. asiatisch oder russisch). In russischen Geschäften kann man sogar die schon gekochte Variante kaufen – schmeckt auch herrlich in Palatschinken, evtl. mit Apfelstücken dazu.

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