Jim Mori-tart-y Apfeltarte (Apple Tarte)

Hallo ihr Lieben!

Liv von Thank you for eating und Melanie von Das Marsmädchen veranstalten gerade ein wunderbares Blogevent, bei dem ich unbedingt mitmachen musste. Das Event heißt #letshavedinner und es geht dabei um eine meiner absoluten Lieblingsserien – BBCs Sherlock!

Blogevent

Ich muss gestehen, zum Serienstart war ich noch eher skeptisch. Sherlock Holmes in der Jetzt-Zeit? Naja, ich weiß nicht… Doch schon nach der ersten Folge war ich gefesselt – die Serie ist super spannend, witzig und voll mit tollen Schauspielern, die ihre Figuren perfekt verkörpern. Falls ihr Sherlock also noch nicht kennt, schaut euch die Serie unbedingt an! Und falls ihr das irgendwie mit euren Sprachkenntnissen vereinbaren könnt, seht sie euch unbedingt im englischen Originalton an – abgesehen vom netten britischen Akzent und Dingen, die man oft einfach nicht zufriedenstellend übersetzen kann, würde euch sonst nämlich Benedict Cumberbatchs Wahnsinnsstimme entgehen. (Falls das jemanden interessiert: Er liest auch Hörbücher. Ähem… *hüstel* 😉 )

Nun aber zurück zum Blog-Event! Dort geht es nämlich darum, Rezepte und DIYs zur Serie und den damit verbundenen Figuren zu machen.

Mein Beitrag ist eine Jim Mori-tart-y Apfeltarte.

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Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, was eine Apfeltarte mit dem irren Bösewicht zu tun hat, mit dem Sherlock in den ersten beiden Staffeln Katz und Maus spielt. Unter uns: Eigentlich gar nix. Ich fand einfach nur das Wortspiel lustig! 😉

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Aber andererseits: Wer weiß schon, was ein verrücktes Evil Mastermind wie Moriarty in seiner Freizeit macht – vielleicht setzt er sich liebend gern mal mit einem Stück warmer Apfeltarte in einen Ohrensessel und nimmt sich eine kleine Auszeit, bevor er damit fortfährt, seine bösartigen Pläne zu schmieden? Das wäre doch eine nette Vorstellung, oder nicht? 🙂

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(Nicht-Sherlock-Schauer fragen sich zurecht – was soll dieser ekelig angebissene Apfel da?? Guckt mal hier bei 0:37! 😉 )

Apfeltarte
(Rezept abgewandelt von hier)

Zutaten

Für den Teig

130 g Mehl
1 TL Zucker
½ TL Salz
90 g Butter (nicht kühlschrankkalt, aber auch nicht übermäßig weich)
4 EL kaltes Wasser

Für die Füllung

900 g Äpfel
30 g geschmolzene Butter
5 EL Zucker
1 TL Nelkenpulver
¾ TL gemahlener Ingwer
1 EL flüssiger Vanille-Extrakt
1-2 EL Zitronensaft

Für die Glasur

100 g Zucker
2 EL flüssiger Vanille-Extrakt
etwas Wasser
Apfelschalen

 

Zubereitung

Die Butter in ca. 1-2 cm große Würfel schneiden.

Mehl, Zucker und Salz mit einander vermischen.

Ca. 4 von den Butterwürfeln mit einem Mixer untermischen, bis die Konsistenz fein-krümelig ist. Dann die übrige Butter hinzufügen und so lange mixen, bis die Butterstücke höchstens so groß wie Erbsen sind.

Nun nach und nach das Wasser hineinträufeln und mit den Händen im Teig verteilen.

Den Teig zu einer Kugel formen, platt drücken und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen könnt ihr die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in Scheiben schneiden. Achtung: Die Apfelschalen nicht wegwerfen, die braucht ihr später noch!

Die Apfelscheiben mit Zitronensaft, Vanille-Extrakt, Nelkenpulver und Ingwer vermischen.

Nach 30 Minuten den Teig kurz weich werden lassen und dann auf einer bemehlten Fläche ca. 3-5 mm dick ausrollen. Von der Größe und Form sollte der Teig so sein, dass ihr eine Tarteform mit 30 cm Durchmesser damit auslegen könnt und am Rand noch etwas Überhang habt. (Ihr könnt auch eine Springform verwenden.)

Den Teig in die Form platzieren und schon mal die Ofen auf 200°C vorheizen.

Nun die Apfelscheiben überlappend in der Form anordnen. Es sieht aus, als wären es vieeeel zu viele Äpfel für so eine kleine Form, doch wenn ihr sie gut schichtet, dann „geht es sich aus“, wie wie in Österreich sagen.

Der Teig, der an den Seiten drüberhängt, wird so gefaltet/gewurstelt/gerändelt (leider finde ich kein passendes Wort) dass er in etwa so aussieht, wie ihr es auf dem Bild von der fertigen Tarte sehen könnt. (Oder ihr schlagt die Ränder einfach drüber, wie bei einer Galette.)

Die geschmolzene Butter mit einem Backpinsel über Teigränder und Äpfel streichen.

Dann 2 EL Zucker auf dem Teigrand verteilen und 3 EL Zucker über die Äpfel streuen.

In der Mitte des Backofens für ca. 45 Minuten backen. Alle 15 Minuten ein Stück nachdrehen, damit der Rand gleichmäßig gebräunt wird.

Für die Glasur gebt ihr die Apfelschalen, den Zucker und etwas Wasser in einen Topf. (Achtet darauf, dass ihr nicht zu viel Wasser nehmt – nachgießen könnt ihr immer noch, wenn ihr bemerkt, dass es zu wenig ist.)

Die Wasser-Zucker-Schalen-Mischung für 25 min köcheln lassen, inzwischen immer etwas rühren. Am Schluss durch ein Sieb gießen.

Den Apfel-Teil der Tarte mit dem Glasur-Sirup bestreichen. (Ich hab leider zu viel Wasser genommen, daher hab ich nicht alles verwendet. Zu matschig soll die Tarte ja auch nicht werden.)

Nun die Tarte noch einmal für ca. 5-10 Minuten in den Ofen geben.

Entweder noch warm genießen oder abkühlen lassen – schmeckt beides sehr gut!


Recipe in English

Apple Tart
(Recipe adapte from here)

Ingredients

For the dough

1 cup (130 g) flour
1 tablespoon sugar
½ teaspoon salt
6 tablespoons (90 g) butter, just softened
4 tablespoons cold water

For the filling

2 pounds (900 g) apples
2 tablespoons (30 g) melted butter
5 tablespoons sugar
1 teaspoon ground cloves
¾ teaspoon ground ginger
1 tablespoon vanilla extract
1-2 tablespoons lemon juice

For the glaze

½ cup (100 g) sugar
2 tablespoons vanilla extract
some water
apple peels

 Method

Cut the butter into ½ inch pieces.

Combine flour, sugar and salt.

Add 2 tablespoons of butter and blend in a mixer until it has the consistency of coarse cornmeal.

Then add the remaining butter and mix until the biggest pieces are the size of peas.

Dribble in the water and toss the dough with your hands.

Roll it into a ball and put it into the fridge for about 30 minutes.

In the meantime, you can peel, core and slice the apples. Don’t throw away the apple peels, as you’re going to need them later.

Add lemon juice, vanilla-extract, cloves and ginger and toss.

After 30 minutes, take the dough out and let it soften a little bit.

Then roll it into a circle that is about 1/8 inch thick and as large as to cover an 11 inch tarte pan with some dough hanging out of the pan on the sides. (You can also use a springform tin.)

Place the dough into the pan and preheat the oven to 400°F (200°C).

Now overlap the apples on the dough. It may seem as if there were too many apples to fit into the tin, but if you stack the apple slices in the right way, it’s possible.

Fold any dough hanging over at the edges of the tin back onto itself. (Or fold it up like a Galette.)

Brush the melted butter onto the apples and the dough edge.

Then sprinkle 2 tablespoons of sugar over the dough edge and 3 tablespoons over the apples.

Bake for about 45 minutes and rotate the tin every 15 minutes.

To make the glaze, put apple peels, sugar and some water into a saucepan. (Don’t take too much water, you can always add more if you notice it is not enough.)

Let the mixture simmer for 25 minutes. Then pour it through a strainer.

Brush the apples with the syrup. (Unfortunately, I used too much water, so I didn’t need all of it.)

Now put the tart back into the oven for 5-10 minutes.

You can either eat the tarte warm or let it cool down.

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Zwetschgentarte (Plum Tart)

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt’s mal wieder einen Bericht aus meiner chaotischen Küche. 😉 Ich bin ja allgemein etwas verplant, unorganisiert und chaotisch, doch in letzter Zeit scheinen sich die Fälle zu häufen, in denen irgendwas schief geht…

Am Wochenende habe ich eine leckere Zwetschgentarte gebacken, die ich im letzten Jahr in einer Kochzeitschrift entdeckt hatte. Da ich, wie so oft, erst abends gebacken habe, mussten die Fotos auf den nächsten Tag verschoben werden. Tja, da war ich allerdings schon auf dem Sprung und vor lauter Stress und Schusselei habe ich die Tarte beim Aufschneiden zerbrochen, sodass sie zwar noch essbar, für Fotos aber gänzlich ungeeignet war…

Darüber habe ich mich sehr geärgert, da die Tarte wirklich lecker ist und ich das Rezept daher gerne auf dem Blog posten wollte. Gottseidank hab ich dann auf meinem Handy noch ein Foto von damals gefunden, als ich die Tarte zum ersten Mal gemacht habe. (Ist leider nicht besonders schön, denn ich habe es damals eigentlich nur gemacht, um für mich selbst zu dokumentieren, dass die Tarte fast genauso aussieht wie auf dem Bild in der Zeitschrift. 😀 )

Plum Tart

Zwetschgentarte
(Rezept, ein bisschen verändert, aus Frisch Gekocht Magazin 10/2012)

Zutaten:

Für den Teig:

100 g geschmolzene Butter
80 g Zucker
175 g glattes Mehl (ich hab Dinkel genommen)
Prise Salz

Für oben drauf:

25 g gemahlene Mandeln
800 g Zwetschgen
110 g Zucker
2 TL Speisestärke
1 EL Orangensaft (am besten frisch gepresst)
optional: 1-2 TL Rum

Zubereitung:

Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Rest der Form einfetten.

Für den Teig Butter und Zucker verrühren, dann Mehl und Salz dazugeben und so lange weiterrühren, bis ein glatter Teig entsteht.

Teig mit den Fingern auf dem Boden der Form festdrücken und dann für 15-20 min auf mittlerer Schiene backen, bis er goldbraun ist.

Währenddessen die Zwetschgen waschen, entkernen und vierteln.

Zwetschgen mit dem Zucker vermischen, wenn gewollt 1-2 TL Rum darüberträufeln.

Stärke und Orangensaft glatt rühren, über die Zwetschgen gießen und alles gut vermengen.

Kuchenboden aus dem Backrohr nehmen und mit den Mandeln bestreuen.

Dann die Zwetschgenmasse darauf verteilen und für 30-40 min weiterbacken bis die Zwetschgen weich sind.

Recipe in English

Plum Tart
(Recipe from Frisch Gekocht magazine 10/2012)

Ingredients:

For the pastry:

100 g (about half a cup) unsalted butter
80 g (3/8 cups) sugar
175 g (about 1 ½ cups) plain flour (I used spelt)
25 g (about ¼ cups) ground almonds

For the topping:

800g (a little less than 2 pounds) plums, stones removed, quartered
110 g (about half a cup) sugar
2 teaspoons cornstarch
1 tablespoon orange juice (preferably freshly squeezed)
optional: 1-2 teaspoons rum

Method:

Preheat the oven to 180° C (350 °F).

Line the bottom of a springform cake tin with parchment paper and grease the rest of the tin with butter.

To make the pastry, put the butter into a large bowl and stir in the sugar.

Add the flour and salt and stir to make a soft dough.

Press the dough into the tin with your fingertips.

Bake for 15-20 minutes until the pastry is golden.

Take the tin out of the oven and sprinkle the pastry with the ground almonds.

To make the topping, combine sugar and plums. If desired, stir in 1-2 teaspoons of rum.

Combine cornstarch and orange juice, stir until smooth and pour over the plums.

Stir the plum mixture until everything is combined then spread it on the pastry base.

Bake for 30-40 minutes until the plums are cooked through.

Himbeertarte mit Pinienkernen (Raspberry Tart with Pine Nuts)

Hallo meine Lieben!

Bei diesem schönen frühsommerlichen Wetter bekommt man richtig Lust auf etwas Fruchtiges, findet ihr nicht? Letzte Woche sind mir frische Himbeeren in den Einkaufswagen gehüpft, was ich zum Anlass genommen habe, endlich mal eine Tarte zu backen.

Das Foto ist leider nicht besonders schön, doch ich versichere euch, sie schmeckt viel besser als sie hier aussieht. (Mir ist leider wieder einmal das passiert, was mir als Küchenchaotin leider schon öfter passiert ist: Stäbchenprobe – „Sollte wohl noch 1-2 Minuten im Ofen bleiben!“ – prompt darauf vergessen – Tarte dunkelbraun…)

Raspberry Tart with Pine Nuts

Himbeertarte mit Pinienkernen
(Rezept, leicht abgeändert, von hier)

Zutaten:

für den Mürbteig
200 g Mehl
140 g weiche Butter
60 g Zucker
1 Prise Salz

für die Füllung
250 g Himbeeren
40 g Pinienkerne
90 g gemahlene Mandeln
100 g zerlassene Butter
90 g Staubzucker (= Puderzucker)
3 Eier
3 EL Rum

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Tarteform mit Butter einfetten.  Teig ausrollen, in die Form legen und so für 15 Minuten ins Tiefkühlfach stellen.

Backofen auf 180° vorheizen.

Für die Füllung Zucker und gemahlene Mandeln in einer Schüssel vermischen.

Zerlassene Butter und Rum unterrühren.

Eier dazugeben und so lange schlagen, bis die Masse hell wird.

Tarteform aus dem Tiefkühlfach nehmen und die Mandelmasse einfüllen.

Pinienkerne und Himbeeren gleichmäßig darauf verteilen, die Himbeeren etwas hineindrücken.

Bei 180°C für ca. 40 Minuten backen. (Bei mir war es etwas länger, doch mein Backofen ist auch etwas unberechenbar…)

Anmerkung 1: Falls ihr ein erprobtes Mürbteigrezept habt, nehmt vielleicht lieber das. Ich weiß nicht, ob ich mich nur so blöd angestellt habe, doch beim Versuch ihn auszurollen, zerbröselte der Teig ständig und ich musste letztendlich die Krümel in der Form festdrücken. Hat zwar auch geklappt und trotzdem gut geschmeckt, war aber etwas mühsam.

Anmerkung 2: Auf dem Bild ist zwar eine Mini-Tarte zu sehen, doch das Rezept ist für eine normalgroße Tarte. (Ich hab die 1,5-fache Masse gemacht und zur großen Tarte noch zwei kleine gemacht.)

Recipe in English

Raspberry Tart with Pine Nuts
(Recipe, with some changes, from here)

Ingredients:

for the shortcrust
200 g flour (1 ¾ cups)
140 g soft butter (2/3 cup)
60 g sugar (1/4 cup)
1 pinch of salt

for the filling
250 g raspberries (1 ¾ cups)
40 g pine nuts (a little less than ¼ cup)
90 g ground almonds (a little less than 1 cup)
100 g melted butter (a little less than ½ cup)
90 g confectioners’ sugar (a little bit more than ¾ cup)
3 eggs
3 tablespoons rum

Method:

Combine flour, butter, sugar and salt and knead until smooth.

Refrigerate for at least an hour.

Grease a tart pan.

Roll out the dough, put it into the pan and freeze for 15 minutes.

Preheat oven to 180°C (about 375°F).

For the filling, combine sugar and ground almonds in a bowl.

Stir in melted butter and rum.

Add the eggs and beat until the mixture becomes light.

Take the tart pan out of the freezer and pour in the almond mixture.

Distribute raspberries and pine nuts evenly on the batter and press the raspberries in a little.

Bake for about 40 minutes. (It took my tart a bit longer, but my oven is a little diva…)

Note 1: If you already have a tried and tested shortcrust recipe, you should maybe use that one. I don’t know what went wrong, but when I made it with the recipe above, the dough kept crumbling and falling apart when I tried to roll it out. In the end I had to resort to pressing the crumbs into the tin, which worked out fine and tasted just as good, but was a bit annoying.

Note 2: On the picture you can see a mini tart, the recipe, however, is for a normal-sized tart.