Apfelstrudel 2.0 (mit oder ohne gebrannte Mandeln)

Hallo ihr Lieben!

Der Apfelstrudel meiner Oma war eine meiner Lieblingsnachspeisen. Wie schon im Post aus meiner Küche “Kindheitserinnerungen”-Post erwähnt, existiert davon allerdings kein niedergeschriebenes Rezept. Bisher war ich der Meinung, dass meine eigenen Versuche dem Original geschmacklich schon ziemlich nahe kamen, doch am Wochenende wurde ich eines Besseren belehrt. Meine Mama hat mich nämlich daran erinnert, dass im leckeren Apfelstrudel meiner Oma immer geriebene Nüsse enthalten waren. Wir haben das gleich ausprobiert und mit dem Ergebnis war ich mehr als nur zufrieden. So zufrieden, dass ich die ganze Woche Lust hatte, den Strudel noch einmal zu backen. Und da ich außerdem irgendwie Lust auf gebrannte Mandeln hatte und eine Ausrede brauchte, welche zu machen, wurden sie einfach als kleines Zusatzfeature in die Füllung eingebaut.

Apfelstrudel

Apfelstrudel mit gebrannten Mandeln

Zutaten:

Für den Teig

250g Mehl
Prise Salz
1 mittelgroßes Ei
100 g lauwarmes Wasser
20 g Maiskeim- oder Raps-Öl (Achtung, wirklich Gramm, nicht Milliliter!)
noch etwas Öl zum „Baden“

Für die Füllung:

1 kg Äpfel (geschält, entkernt und in Würfel geschnitten)
100 g Semmelbrösel (= Paniermehl)
100 g geriebene Mandeln
100 g Butter
230 g Zucker
1-2 EL Zimt
Optional: 50 g gebrannte Mandeln (gehackt)

zusätzlich noch etwas zerlassene Butter zum Bestreichen und Staubzucker (= Puderzucker) zum Bestreuen

Zubereitung:

Für den Teig:

Mehl und Salz vermischen.

Eier, Wasser und Öl hinzugeben und kneten, bis sich der Teig von den Händen bzw. der Rührschüssel löst.

Zu einem Ball formen und in einer Schüssel ca. 20-30 Minuten in Öl „baden“ lassen. (Einfach etwas Öl drüber gießen, sodass ca. 1 cm des Teiges bedeckt ist.)

Inzwischen die Füllung zubereiten:

Zimt und Zucker vermischen.

Butter in einer Pfanne zerlassen, Semmelbrösel und geriebene Mandeln dazugeben und rösten, bis sie goldbraun sind und einen lecker nussigen Duft verströmen.

Dann den Zimtzucker und die gebrannten Mandeln dazugeben und alles gut vermengen.

Nun den Teig auf einem bemehlten Tuch ausrollen. (Ich habe kein spezielles „Strudeltuch“ und verwende daher immer eine große Silikon-Backmatte.)

Dann den Teig dünn ausziehen. (Das macht man am besten, indem man beide Handrücken unter den Teig schiebt und vorsichtig nach oben zieht.)

Den Teig zuerst mit mit der Zimt-Zucker-Mandel-Mischung bestreuen, dann die Äpfel darauf verteilen.

Nun mit dem Tuch (bzw. der Matte) vorsichtig einrollen.

Die dicken ungefüllten Ränder wegschneiden und alle potentiellen Auslaufstellen gut andrücken. (Mit dem weggeschnittenen Teig kann man übrigens wunderbar Löcher stopfen, die vielleicht beim Ausziehen entstanden sind.)

Dann den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech rollen. (Ich brauche dazu immer Hilfe von einer zweiten Person, wenn ihr geschickter seid als ich, dürfte es aber auch alleine klappen.)

Nun den Strudel bei ca. 190° C goldbraun backen. Das kann unterschiedlich lang dauern, je nachdem was für einen Ofen ihr habt. Bei meinem dauert es ca. 20-30 Minuten. Aber werft sicherheitshalber immer wieder einen prüfenden Blick hinein.

Nach dem Backen den Strudel sofort mit geschmolzener Butter bestreichen und ein bisschen später mit Staubzucker bestreuen.

Anmerkung: Die gebrannten Mandeln sind ein nettes kleines Zusatzfeature, können aber getrost weggelassen werden, wenn ihr nicht extra welche kaufen oder machen möchtet. Falls ihr sie aber doch dabei haben wollt, ich habe sie nach folgendem Rezept gemacht:

Gebrannte Mandeln
(basierend auf diesem Rezept)

100 g Mandeln (können ruhig ungeschält sein)
100 g Zucker
50 ml Wasser
1 TL Vanillepulver (oder 1 Pkg. Vanillezucker)
1-2 EL Zimt

Ein Backblech mit Backpapier belegen.

In einer beschichteten Pfanne Wasser, Zucker, Zimt und Vanille zum Kochen bringen.

Dann die Mandeln dazugeben und unter ständigem Rühren bei hoher Temperatur weiterköcheln lassen, bis der Zucker getrocknet ist.

Auf mittlere Hitze reduzieren und weiterrühren, bis der Zucker beginnt wieder zu schmelzen und die Mandeln karamellisieren.

Nun die Mandeln auf das Backblech leeren und sofort von einander trennen, damit sie dann nicht untrennbar zusammen“wachsen“. (Hier kann es sehr hilfreich sein, wenn man zu zweit arbeitet, die Dinger trocknen wirklich schnell.)

PS: Mein Apfelstrudel-Rezept macht übrigens beim apfeligem Blog-Event von Ein Keks für Unterwegs mit! 🙂

aaaap

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In meinem letzten Post habe ich euch ja erzählt, dass ich bei Post aus meiner Küche mitmache. Lisa von We love veggie hat mir gestern geschrieben, dass sie mein Paket nun endlich in den Händen hält, juhu!! Deshalb möchte ich euch nun den Inhalt präsentieren.

Grießbrei-Mix und Apfelmus

Grießbrei

Grießbrei habe ich immer schon gern gegessen und daran hat sich bis heute nichts geändert. Da fertig gekochter Grießbrei nach ein paar Tagen ja nicht mehr sooo lecker ist, habe ich einfach alle Zutaten zusammengemischt bis auf die Milch – die muss Lisa dann noch selbst hinzufügen. Beim Apfelmus muss ich gestehen, dass ich ein klein wenig gemogelt habe was die Kindheitserinnerungen angeht.  Als Kind habe ich Grießbrei nämlich nur mit Zucker und Zimt gegessen oder gelegentlich mal mit Kakao oben drüber. (Und einmal mit Cayennepfeffer, weil meine Mama die Gewürzgläser verwechselt hat, aber das ist eine andere Geschichte… 😉 ) Jetzt finde ich ihn aber mit Apfelmus noch viel besser, daher kam auch ein kleines Glas mit dazu.

Apfelmus

Zutaten (für 2 Gläser):

1 kg Äpfel
1 EL Zucker
125 ml Apfelsaft
etwas Vanille (ich hab das Vanillepulver von Sonnentor genommen)
Zimtstangen zum Mitkochen

Zubereitung:

Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in Würfel schneiden. Den Zucker in einem Topf erhitzen bis er schmilzt. Die Apfelwürfel dazugeben und gut durchrühren. Hitze reduzieren, den Apfelsaft dazugießen und die Zimtstangen und Vanille hinzufügen. Unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen bis die Äpfel sehr weich sind. Zimtstangen entfernen und dann die Äpfel mit einem Kartoffelstampfer zu Brei stampfen. (Wenn man keine Stückchen im Apfelmus haben möchte, kann man auch einen Pürierstab benutzen.)

Für das Grießbrei-Mix habe ich 100 g Weizengrieß, 1 EL Zimt und 60 g Zucker vermischt – das reicht dann für 1l Milch.

Kokoskuppeln

Kokoskuppeln

Eigentlich stand ja schon alles fest, was ich machen wollte, doch als ich vor ein paar Wochen in unserer büroeigenen Nasch-Box Kokoskuppeln entdeckte, die ich schon seit Jahren nicht mehr gegessen hatte, wusste ich, ein anderer Kandidat muss gehen und selbstgemachte Kokoskuppeln müssen mit ins Paket. Das Rezept ist überraschend einfach und das Ergebnis finde ich geschmacklich sogar ein wenig besser als das Original.

Ich habe mich an folgendem Rezept orientiert: klick (Falls ihr euch über die seltsamen Mengenangaben wundert, ich habe das Rezept aus dem Link auf 3 Eiweiß umgerechnet, da ich die von einem anderen Rezept übrig hatte.)

Zutaten:

180 g Staubzucker (= Puderzucker)
190 g Kokosraspel
40 g Mehl
3 Eiweiß
Etwas Vanille (ich hab das Vanillepulver von Sonnentor genommen)
Waffelboden (gibt’s im Supermarkt, z.B. von Auer)

Für die Creme:

75 g Butter
75 g Staubzucker (= Puderzucker)
75 g geschmolzene Schokolade

Weitere 150 -200 g geschmolzene Schokolade zum Eintunken

Zubereitung:

Eiweiß und Zucker schaumig schlagen, dann Kokosraspel und Mehl unterrühren.

Die Masse ein bisschen höher als fingerdick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Bei 160° C für ca. 12-13 min backen.

Auskühlen lassen. Dann mit einem runden Keksausstecher Scheiben ausstechen. Dasselbe mit dem Waffelboden wiederholen.

Für die Creme Butter zerlassen und mit Staubzucker schaumig rühren. Dann die Schokolade unterrühren.

Die Kokosscheiben dünn mit Creme bestreichen und die Waffelscheiben daraufsetzen. Danach die Unterseite in die geschmolzene Schokolade tunken und mit der Kokosseite nach unten zum Trocknen hinlegen.

Apfelstrudel wie bei Oma

Apfelstrudel

Immer wieder fallen mir Dinge ein, die ich meine Oma heute gerne fragen würde, doch leider hatte ich als egoistischer Teenager lauter anderes dummes Zeug im Kopf. Daher konnte ich auch den Strudel leider nicht nach Omas originalem Rezept backen. Ich habe aber eines gefunden, das dem schon ziemlich nahe kommt. (Update November 2013: Eine noch näher kommende Version mit Nüssen gibt es hier.)

Wiener Apfelstrudel

(Rezept von hier – mit ein paar Änderungen)

Zutaten:

Für den Teig

250g Mehl
Prise Salz
50g Eier (meiner Erfahrung nach ist das ungefähr 1 Ei der Größe M)
100g lauwarmes Wasser
20g Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
noch etwas Öl zum „Baden“

Für die Füllung:

1 kg Äpfel (geschält, entkernt und gewürfelt)
100 g Semmelbrösel (= Paniermehl)
50 g Butter
140 g Zucker
1-2 EL Zimt
etwas Rum

zusätzlich noch etwas zerlassene Butter zum Bestreichen

Zubereitung:

Mehl und Salz vermischen. Eier, Wasser und Öl hinzugeben und kneten, bis sich der Teig von den Händen bzw. der Rührschüssel löst. Zu einem Ball formen und in einer Schüssel ca. 20-30 Minuten in Öl „baden“ lassen. (Einfach etwas Öl drüber gießen, sodass ca. 1 cm des Teiges bedeckt ist.)

Inzwischen die Füllung zubereiten: Zimt und Zucker vermischen. Butter in einer Pfanne zerlassen, Semmelbrösel dazugeben und rösten, bis sie goldbraun sind. Über die Apfelwürfel einen Schuss Rum gießen und gut durchmischen. Dann Zimtzucker und Butterbrösel ebenfalls untermengen.

Dann den Teig auf einem bemehlten Tuch ausrollen (ich habe kein spezielles „Strudeltuch“ und verwende daher immer eine große Silikon-Backmatte) und hauchdünn ausziehen. Das macht man am besten, indem man beide Handrücken unter den Teig schiebt und vorsichtig nach oben zieht. (Angeblich ist der Teig perfekt, wenn er so dünn ist, dass man eine Zeitung hindurch lesen könnte. Ist mir noch nie gelungen, hat aber trotzdem immer geschmeckt. 😉 )

Den Teig mit der Füllung bestreuen und mit dem Tuch (bzw. der Matte) vorsichtig einrollen. Die dicken ungefüllten Ränder wegschneiden, dann den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech rollen und bei ca. 190° C goldbraun backen. (Das kann unterschiedlich lang dauern, je nachdem was für einen Ofen ihr habt. Ich glaube bei meinem dauert es ca. 15-20 Minuten. Aber werft sicherheitshalber immer wieder einen prüfenden Blick in den Ofen.) Nach dem Backen den Strudel sofort mit geschmolzener Butter bestreichen und wenn gewünscht mit Staubzucker bestreuen.

Zuckerreinkerl

Zimtreinkerl

Reinkerl sind eine feine Sache. Für alle, die so etwas nicht kennen: es handelt sich dabei um eingerollte Hefeteig-Teilchen mit einer leckeren Zucker-Zimt-Mischung innen und außen, bei denen man irgendwie nicht weiß, wie man sie essen soll ohne danach komplett klebrig bekleckerte Hände zu haben. Die beiden, die ich Lisa geschickt habe, wanderten daher in diese hübschen Cupcake Wrappers aus der Schönhaberei.

Zimtige Zuckerreinkerl
(Rezept aus dem Frisch Gekocht Magazin 10/2012)

Zutaten

Für den Teig:

400 g Mehl
1 Pkg. Trockengerm (= Hefe)
Prise Salz
250 ml Milch
40 g Butter
80 g Zucker
etwas Vanille (ich habe das Vanillepulver von Sonnentor verwendet)
3 Eidotter

Zum Bestreichen:
60 g Butter
2 EL Honig
2 EL Zimt

Zubereitung

Mehl, Hefe und Salz vermengen. Milch erwärmen, Butter darin schmelzen, dann Zucker und Vanille hinzugeben (Falls die Milch zu heiß wird, ein wenig abkühlen lassen, sie soll lauwarm sein.) Eidotter einühren, dann die Milchmischung zum Mehl geben und alles zu einem Teig verkneten. 60 Minuten an einem warmen Ort (z.B. im Backofen bei 50 °C) rasten lassen.

Zum Bestreichen Butter (60 g) in einem Topf schmelzen und Honig dazurühren. (Wenn man mag, kann man hier auch ein wenig Zimt dazugeben.)

16 Silikonmuffinförmchen (oder 1 ½ Muffinbleche) mit dem Honig-Butter-Gemisch einstreichen. Übrig bleibende Honigbutter beiseite stellen, sie wird noch gebraucht.

Den Teig ca. fingerdick ausrollen und mit Zucker (80 g) und Zimt bestreuen.

Teig einrollen und in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden.

Scheiben in die Muffinförmchen legen und mit der übrigen Honigbutter bestreichen. Für 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Auf mittlerer Schiene 20 min backen, bis die Reinkerl goldbraun sind. Dann auf ein mit Backpapier augelegtes Blech stürzen und abkühlen lassen.

Eigentlich gäbe es noch viel mehr schönes Verpackungsmaterial aus der Schönhaberei zu präsentieren, da ich mich für Post aus meiner Küche extra dort eingedeckt habe, doch leider habe ich in meinem „Erstes-Mal-Mitmach-Eifer“ vergessen noch Fotos von den verpackten Bäckereien zu machen bevor ich das Paket zugeklebt habe… (Irgendwie war ich nach dem ganztägigen Küchenmarathon wohl schon ein wenig verwirrt… *hihi*) Die Sticker, die ihr auf den ersten beiden Bildern seht, sind übrigens von Eine der Guten.

Auf Lisas Paket warte ich noch gespannt, ich hoffe, es wartet heute auf mich, wenn ich nachhause komme! 😉

Also abschließend muss ich sagen, dass mir Post aus meiner Küche großen Spaß gemacht hat und dass ich bei der nächsten Runde bestimmt wieder mit dabei sein werde!

Paket2